Co-Abhängigkeit
Wenn der Partner süchtig ist, ist das immer eine schwere Belastung für alle Beteiligten. Trotzdem verlässt man den Suchtkranken nicht.
Man will den Partner ja nicht im Stich lassen – und wer genießt es schließlich nicht das Gefühl zu haben, vom Partner gebraucht zu werden? Das verbindet und schweißt zusammen.
Trotzdem sollten Sie sich, auch Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe, mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
- Haben Sie häufig das Gefühl, gegenüber dem abhängigen Familienmitglied machtlos zu sein ?
- Haben Sie das Gefühl, dass der Alkohol eine immer größere Rolle in Ihrer Beziehung spielt?
- Hängen Ihre Gefühle stark vom Zustand des Abhängigen ab?
- Übernehmen Sie zunehmend Aufgaben, die der Alkoholkranke noch bewältigen könnte?
- Wechseln Ihre Gefühle für den trinkenden Partner häufig zwischen Liebe und Hass?
- Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Partner noch tiefer abrutscht, wenn Sie ihn verlassen?
Vielen Angehörigen ist jedoch meist nicht bewusst, dass sie durch ein Co-Abhängigkeitsverhalten diesen Zustand noch unterstützen, statt ihn zu verbessern.
Falsch verstandene Hilfsbereitschaft Angehöriger oder das Aufrechterhalten einer “heilen” Familie sind meist nur gut und liebevoll gemeint.
Leider sind sie nicht nur das falsche Mittel um einen Süchtigen aus seiner Krankheit heraus zu helfen. Im Gegenteil: bedauerlicherweise wird die Sucht dadurch manifestiert, da keine Motivation existiert, sie zu überwinden.
Angehörige von Suchtkranken wissen meist instinktiv, dass sie durch ihr Verhalten ein marodes System aufrecht erhalten und unterstützen - irgendwann verachten sie sich selbst und ihren Partner dafür.
Sich das einzugestehen und den ersten Schritt aus der scheinbar auswegslosen Situation zu machen, ist der Beginn von einem neuen, zufriedenen und erfüllten Leben mit dem geliebten Partner.
Gerne begleiten wir Sie auf dem Weg aus der Co-Abhängigkeit hinaus, in dem wir vertrakte Zusammenhänge aufdecken und gemeinsam Perspektiven erarbeiten umso eine glückliche Beziehung zu ermöglichen.
Wir unterstützen Sie beim Erlernen anderer, gesünderer Verhaltensmuster.
Lassen Sie uns dazu beitragen ein neues, suchtfreies und liebevolles Leben für beide Partner wieder erlebbar zu machen.
In besonders belastenden Situationen erreichen Sie Frau Neumayr auch außerhalb unserer Öffnungszeiten unter der Rufnummer 0151/ 46 10 96 25.
